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Einsatz, Wasserrettungsdienst

Bootskollision, erfolgreiche Reanimation und Personensuchen: ein abenteuerliches Wochenende

Veröffentlicht: 10.08.2026
Autor: Fridolin Sohr
Der Rettungshubschrauber im Landeanflug

08.-09.08.2026

Das vergangene Wochenende hat für uns mit mehreren großen Einsätzen aufgewartet:

Am Samstagmittag wurden wir zu einer Bootskollision gerufen, ein Stichwort, was durchaus schnell sehr ernst werden kann. Gemeinsam mit den Booten der anderen Stationen sind wir schnell zur Unfallstelle in der Saatwinkler Enge geeilt, an der sich ein kleines Sportboot und ein Motorkajütboot gerammt hatten. Die dabei wohl von Bord gegangene Person konnte in der Zwischenzeit bereits von Anglern aufgenommen werden und so wurden wir von diesem Einsatz schon bald entlassen, da es zum Glück keine größeren Verletzungen oder ähnliches gab und die Einsatzstelle so der Polizei und Feuerwehr sowie der technischen Bergung übergeben werden konnte.

Nur wenige Stunden später trafen sich erneut all unsere Rettungsboote auf dem See. Auf einem Sportboot ist eine Person ohnmächtig geworden und atmete nicht mehr. Nachdem die genaue Einsatzstelle schnell lokalisiert werden konnte, trafen unsere Boote mit dem Sanitätspersonal ein. Durch das schnelle und bewusste beginnen der Reanimation durch Angehörige und andere Bootsbesatzungen sowie der sehr zeitigen Anwendung eines Defibrillators durch unsere Einsatzkräfte, hatte die Person innerhalb weniger Minuten wieder einen selbstständigen Puls und konnte mit assistierter Beatmung durch die Feuerwehr mit Unterstützung der Luftrettung schnellstmöglich in ein Krankenhaus verbracht werden. Wir wünschen der Person beste Genesung und möchten uns erneut bei der Angehörigen sowie allen weiteren Beteiligten für das vorbildliche Handeln bedanken!

Dies war allerdings nicht unser letzter Kontakt zur Luftrettung an diesem Wochenende. Nachdem der Sonntagvormittag noch recht ruhig verlief, kam es am Nachmittag innerhalb sehr kurzer Zeit gleich drei Mal zur "Person im Wasser" (PiW). Bei diesem Stichwort wird eine Person am oder im Wasser vermisst, sodass wir zunächst von einem Ertrinken ausgehen müssen.

Eine erste Person am Glienicker See konnte glücklicherweise noch an Land gefunden werden, sodass unsere Taucher, noch auf Anfahrt, abbestellt werden konnten.

Zugleich kam ein Notruf aus dem Strandbad Halensee, dass dort eine Person untergegangen sei. Unser Tauchtrupp machte von seinem Heimweg kehrt und eilte in Richtung der Unglücksstelle. Noch vor Ankunft unserer Taucher konnten Feuerwehrtaucher den jungen Mann zwar aus dem Wasser ziehen, jedoch blieb die folgende Reanimation ohne Erfolg.

Dies war allerdings nicht das Ende der großen Einsatzfahrt für unsere Taucher. Zeitgleich zur PiW im Halensee wurde ein Schwimmer im Beriech der Badestelle Bürgerablage vermisst. Alle anfahrenden Kräfte wurden also an den nordwestlichen Rand Berlins umdisponiert. Dort angekommen, wurde der in Frage kommende Bereich von Schwimmern mit sogenannten Tauchketten, von Tauchern sowie von einem Sonar abgesucht. Auch ein Hubschrauber der Luftrettung sowie ein Hubschrauber der Polizei waren an der Suche beteiligt. Da trotz der intensiven Suche keine Person gefunden werden konnte, musste die Suche eingestellt werden. Bleibt so lange zu hoffen, dass es sich um einen Fehlalarm gehalten hat.

Wir bleiben in Gedanken bei den Angehörigen des jungen Mannes, der den Sonntagabend nicht mehr erleben konnte.

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